Weinreb Tonarchiv

Vom Ursprung des Wortes

Archiv-Nr. 84Sz107 / Laufzeit: 11h 55min

Ein wesentlicher, nachvollziehbarer Zugang zum menschlichen Drama mit dem Wort liegt hier in der Deutung der grossen biblischen Mythen vor: der Sintflutsgeschichte, des Turmbaus zu Babel und der Offenbarung am Sinai.
Weinreb thematisiert am Anfang die Einsamkeit Gottes als Urgrund der Schöpfung aus dem Sein. Das Wort entsteht aus Liebe zum Verstehen, als hingegebenes Geschenk. Das Tiefste möchte geteilt, mitgeteilt werden.
Neben diesem Hauptthema des Wortes als Liebesgeschenk Gottes besteht ein zweites Leitmotiv: der Mythos vom Zögern Gottes bei der Schöpfung.
Weinreb zeigt hier einen Weg zum Geheimnis des Wortes: In den Konsonanten des hebräischen Wortes „Pardes“ liegen dessen vier Stufen verborgen. Ein Weg zur Selbstbesinnung und Selbstbestimmung – ein Weg zu sich selbst.
Gemäss der Bibelgeschichte gerät Noah in den (Wein-)Rausch. Sem und Japhet befreien Noah aus seinem Rauschzustand. Dies ist gemeinsames Tun unserer griechischen und hebräischen Seite. Zeigt sich hier inmitten globaler technisch-kaufmännischer Vernetzungen ein künftiger Leitfaden für die Praxis, ein Ur-Sprung weg von den Verwirrungen der hohlen, sinnentleerten Babeltürme?
Wortwiderstand am Sinai: Das goldene Kalb wird gemacht. Ewigkeit wird ausgeschlossen. Der Mensch darf sich nicht erheben, ebensowenig seine Gedanken und Gefühle. Oder frei nach Aristoteles: „Wer die Offenbarung des Wortes nicht lebt, lebt schlecht.“ Weinreb ermöglicht, entfernt von den abgehobenen intellektuell-philosophischen Sprachkonstrukten, Nähe zu einer anderen Spracherfahrung: spontan gesprochener Sprüche in bezug zu deren Verborgenheit. Wie in den Bildern der italienischen Frührenaissance spielt sich alles ab, getragen vom goldenen schweigenden Ur-Grund.

Aus dem Inhalt:

  1. Einführung.
  2. Die Grenzen des Bösen. Die Weiblichkeit Gottes. Spontanität und Denken.
  3. „Dawar“ und „Omar“. Die Begegnung von Luft, Wasser, Feuer und Erde. „Aphar“.
  4. Liebe ohne Hierarchie. Noah und das fünfte Element. „Laschon“.
  5. „Teba“. „Pardes“. „Mabul“. Das Böse als Überfluss.
  6. Der Berg Ararat. Das Oeffnen des Wortes. Gottes Zorn. Rabe, Taube und Olivenblatt.
  7. Pfingsten und Freude. Juda – Israel. Die Vision von Ezechiel.
  8. „49“, „50“. Sanftsein mit sich selber. Schwarz und Weiss. Wein als Rausch.
  9. Sem, Ham und Japhet. Das Analysieren der Liebe. Rausch und Zauberei.
  10. Glücklichsein. Liebe im Tun. Der Turmbau. Die Verbergungen des Wortes.
  11. Der Turmbau zu Babel. Verwirrung und Ordnung des Wortes. Die Phasen des Zurückziehen Gottes.
  12. Der Abstieg nach Ägypten. Moses Kindheit. Die drei Berater des Pharaos.
  13. Mose tötet den Ägypter. Der Weg durch die Wüste als Reinigung.
  14. Horeb. Sinai. Schwarzer und weisser Rabe. Die Taube. Die zehn Worte. Das Gespräch mit dem Satan.
  15. Was bedeutet Liebe? Intellektualität und das Verborgene. Kalb, Kreis und Spirale. Die Verführung durch Lilith.
  16. Die Sünde. Joschua und Kaleb. Der Sauerteig der Pharisäer. Wort und Liebe.
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