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Mann und Frau – Sexualität und Liebe

Archiv-Nr. 84U65 / Laufzeit: 1h 32min

Aus dem Inhalt

Die Ergründung des Verhältnisses von Mann und Frau führt weit über die bloße Betrachtung biologischer oder gesellschaftlicher Rollen hinaus. Das Männliche und das Weibliche repräsentieren ein kosmisches Ur-Muster von Polarität und Einheit, das die gesamte Schöpfung durchzieht – vergleichbar mit dem Spannungsfeld von Himmel und Erde oder Verborgendem und Erscheinendem. Während das Männliche begriffsmäßig mit dem Verinnerlichen, dem Gedächtnis und dem unsichtbaren Wesenskern verknüpft ist, steht das Weibliche für das Erscheinende, die schützende Hülle und die Sehnsucht nach geistiger Erfüllung.

Echte Liebe lässt sich weder konstruieren noch verstandesmäßig berechnen. Sie entzieht sich starrer Kausalität und gedeiht ausschließlich in der Freiheit des Vertrauens. Wird die Begegnung der Geschlechter rein auf die Ebene Zweckmäßigkeit oder Triebbefriedigung reduziert, verkommt das ursprüngliche Mysterium zum einengenden Rausch. Wer die Tiefe der Partnerbeziehung jedoch als Abbild der ewigen Harmonie begreift, entdeckt in der täglichen Hingabe einen Weg, die Zersplitterung der Welt zu überwinden und dem Geheimnis des Lebens neu zu begegnen.

„Liebe kann nur in Freiheit sein. Zur Liebe gehört in der Freiheit auch die Möglichkeit, abzulehnen – sie lässt sich niemals programmieren.“


CD 01

Die Auseinandersetzung mit Männlichkeit und Weiblichkeit erfordert den Blick auf das gesamte Schöpfungsgefüge. Die Trennung von Mann und Frau spiegelt das grundlegende Ur-Muster von Verborgenheit und Manifestation wider. Während das Männliche im Verborgenen ruht und für das schöpferische Erinnern steht, verkörpert das Weibliche die manifestierte Hülle in Raum und Zeit. Reine Verstandeslogik kann dieses Geheimnis nicht erfassen; erst die bedingungslose Liebe öffnet den Zugang zur tieferen Einheit von Himmel und Erde.

CD 02

Das Spannungsfeld zwischen bedingungsloser Liebe und zweckgerichteter Sexualität markiert die wesentliche Entscheidung des Bewusstseins. Während starre Berechnung und die Sucht nach ständiger Bestätigung in die Abhängigkeit führen, erfordert wahre Liebe die ständige, freie Erneuerung im Alltag. Die Erfüllung der menschlichen Gemeinschaft erwächst aus der gemeinsamen Ausrichtung auf den ewigen Ursprung. Indem der Einzelne den Nächsten in Würde annimmt, verwandelt sich der flüchtige Moment der Erscheinung in eine bleibende Erfahrung von Ganzheit.

Published in09 Mann, Frau und Partnerschaft
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