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Gebet Beichte und Priestertum

Archiv-Nr. 75Z21 / Laufzeit: 1h 27min

Sind wir überhaupt noch imstande, die „andere Seite“ einlassen zu können? Schule und Gesellschaft propagieren die Wichtigkeit von Wissen und Bildung stark einseitig und erreichen damit nicht selten die Überlastung des Einzelnen. Alles spielt sich im Denken ab. Dieses lässt sich kaum noch unterbrechen, weshalb man sich betäuben muss. Beten kann nur stattfinden, wenn das Denken aufhört.

Gebet und Beten wird heute leider vorrangig als Bitten bzw. Wünschen verstanden, was an der eigentlichen Bedeutung vorbeigeht. Das hebräische Wort für Beten meint „Relativieren“ bzw. „in Bezug setzen zu“. Freiheit könnte entstehen, wenn ich diese zwanghafte Welt in Beziehung bringe mit der anderen Welt, die diese Grenzen nicht kennt.

Die Beichte versteht Weinreb als gegenseitiges Sich-Öffnen im Inneren des Menschen – die linke Seite verbindet sich mit der rechten. Sie kann aber auch äußerlich stattfinden, wenn das Grundprinzip der Gegenseitigkeit beibehalten wird. Niemals ist es eine Öffnung in nur eine Richtung, bei der der sich öffnende Mensch kluge Ratschläge eines Gelehrten erhält.

Der Priester ist der Teil in uns, der die Unruhe bringt. Er wackelt an dem „stimmigen“ Gebäude der Logik und gibt zu bedenken, dass es nicht nur das „Hier“, sondern auch das „Dort“ gibt.

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