Weinreb Tonarchiv

Die Geschichte von Tamar – Die Angst vor der Freude

Archiv-Nr. 79W22 / Laufzeit: 5h 50min

Das ist wahrhaftig eine seltsame, ja geradezu peinliche Geschichte. Eine Geschichte in der Geschichte.

Tamar, Mutter von Perez. Perez bedeutet Durchbruch. Tamar ist eigentlich, wie Ruth, Mutter von David, vom Messias. Tamar, die »Dattel«, Realität unserer Welt des 7. Tages. Ihr Verhalten als Bild der menschlichen Möglichkeiten zum Durchbruch aus dem Gesetz. Die Hoffnung auf das Unmögliche, wodurch ein Geschehen in Gang kommt, das uns mit der Erlösung überrascht. Für ein Kapitel, wird die Josefsgeschichte (Gen. 37-50) unterbrochen und die Erzählung von Juda und Tamar (Gen. 38) eingefügt. Weinreb beginnt denn auch seine Interpretation mit der Erklärung- warum diese Erzählung genau dort stehen muss, wo sie steht. Es ist eine unglaublich bilderreiche Geschichte, und Weinreb deutet sie auf eine Art, die «dieses Grinsen von Cham (Ham)», wie er es nennt, das hämische Grinsen überflüssig macht. Diese Geschichte ist ganz aktuell, sie ist nicht irgendwann einmal geschehen, als Frauen noch verschleiert und deshalb unerkennbar waren, und Juda – sogar er(!) – zu einer Hure ging und Onan noch nicht weltberühmt war. Nein, diese Geschichte findet fortwährend statt, hier und jetzt, es ist unsere Geschichte – unsere Angst vor der Freude. Tamars Verhalten ist ein Bild der menschlichen Möglichkeiten zum Durchbruch aus dem Gesetzmässigen.

Aus dem Inhalt:

  1. Die Beziehung Josef-Juda. Josef, das Beunruhigende im Menschen. Vom Wachstum. Der dritte Teil des Stieres ist noch verborgen. Der drückende Alltag. Juda steigt auch hin­unter. Das Hineingeschobene. Wer ist Juda – was ist Juda?
  2. Die zwei Seiten im Menschen. Das Nichtbewusste hat eine Eifersucht auf das Bewusste. Weinreb liest das 38. Kapitel vor. Das Geheimnis des Körpers. Judas Absteigen. Bath Schuah – Bath Scheba. Tamar, die Dattelpalme. Deborah und Tamar. Rachab, die Hure von Jericho.
  3. Tamars Herkunft. Von Schern, Cham und Japhet. Die Väter im Menschen. Schem, der Lehrer der Väter. Die Mütter – die jenseitigen Frauen. Der unsterbliche Leib. Der Durchbruch. Er, das Erwachen, die Gefahr im Wachsein. Was ist mit Onan? Feindbilder. Das fremde Feuer. Die Gefahr der Lei­stung. Nadab und Abihu. Das Grinsen von Cham.
  4. Von der Schwagerehe. Die Depression des Alltags. Das schlechte Gewissen. Das Geheimnis des Bösen. Er und Onan. Schela. Von der Todesangst. Angst vor dem neuen, ewigen Leib. Was bedeutet: «Den Samen verderben»? Die Ehe mit der Frau des verstorbenen Bruders. Was sind Ge­schwister? Singend und tanzend den Weg gehen.
  5. Das Rote und das Weisse. Er und Onan. Macht- und Rekord­suche. Was ist mit Schela? Die neue Phase. Was bedeutet das Schafe scheren? Weiss-werden. Das Geheimnis der Hure. Enajim – die Augen
  6. Der Ort, an dem Tamar sitzt. Die Konfrontation von Juda und Josef. Der Ziegenbock. Das Pfand‘ das Siegel, die Schnur, der Stab. Die Dämonie zeigt steh klar. Rachab – Tamar. Das Leid der Trennung der 22 Jahre. Die Thora, Muster vom Unbewussten her.
  7. Rachab – die Hure, Saulus / Paulus, das Damaskuserlebnis. Er und Onans Angst. Von der Einheit. Angst vor der Freude. Die Eile. Das Fundament der Freude. Tamar wird schwanger und soll verbrannt werden. Tamar, die Frucht des 7. Tages.
  8. Der Konflikt Juda und Josef im Menschen. Perez und Se­rach, Ephraim und Menasche (Menasse). Warum nicht Schela, warum Juda, der Vater? Vater und Sohn, der Kern und die Frucht. Die Grenzen von Geburt und Tod. Das Feindbild. Verführt und geführt. Ängstlich, Anständigsein. Die jenseitige Frau – der ewige Leib.
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