Angst vor Zukunft und unser Glaube

Archiv-Nr. 82Kf41 / Laufzeit: 1h 19min

Angst gehört heute schon zum Weltbild. Woher stammt diese Angst? In den vergangenen Jahrzehnten ist das Thema „Gesundheit“ sehr stark in den Mittelpunkt gerückt. Trotz (oder gerade wegen?) der vielen Heiler war die Menschheit noch nie so krank. Nie war die äußerliche Sicherheit in diesem Umfang vorhanden und noch nie war die Angst – vor was eigentlich? – so stark. Die Medien haben nur selten etwas Aufmunterndes zu berichten. „Only bad news are good news“ heißt das Motto derer, die die Angst täglich nähren und damit ihr Geld „verdienen“.

Schaut man zurück zu den Wurzeln dieser Bewegung, findet man sich schnell bei den Anfängen der Wissenschaften wieder. Der Mensch beginnt alles erklären zu wollen, nein, zu müssen. Was nicht erklärbar ist, ist nicht wissenschaftlich und deshalb nicht „anerkannt“. Unsere Wahrnehmung wurde durch diese Weltanschauung auf das Physische reduziert. Alles musste sich dem kausalen Denken unterwerfen. Kann man Gefühle erklären? Kann man die Empfindung des Seins in Worte fassen? Wohl kaum! Alles muss sich heute einer rein materiellen Sicht dieser Welt unterwerfen. Auch die Nicht-Wissenschaftliche Seite will man erklären: PSI, Spiritismus, Magie, Parapsychologie sind gefragt. Hypnose, Reinkarnationstherapie u.a. werden profanisiert – wieder Zwang! Alles was sich beweisen und erklären lässt, ist wiederum nur diesseitig. Das Jenseitige entzieht sich aller menschlichen Kontrolle. Es kann nur durch Glauben und Vertrauen erlebt werden.

Der Partner wird heute nach geeigneten „Kriterien“ ausgewählt. Kluge Psychologen geben gescheite Ratschläge. Trotzdem gehen Beziehungen in großem Stil in die Brüche. Der Mensch ist beziehungslos geworden. Er weiß nichts mehr von der anderen Seite in ihm. Man könnte es die jenseitige Seite, die akausale, nennen. Der Zwang der Gesellschaft drückt, presst, macht depressiv.

Selbst die Religionen, die es besser wissen müssten, wollen heute „beweisen“. Gott ist nun auch wissenschaftlich, er wird von Gelehrten erklärt und gepredigt. Damit wird auch Gott in das menschliche Schema gezwängt… mit allen Konsequenzen.

Die eigene Angst wird nach außen projiziert: Die Welt geht unter! Es ist alles so schlimm! (…) Umweltverschmutzung, Überbevölkerung, Krankheiten (…)

Die Angst ist ein Schrei des Menschen, der die andere Seite in sich verloren hat. Gerade diese Seite bringt aber die Gelassenheit. Sie enthält den Sinn des Ganzen. Was hilft alle äußerliche Gesundheit und eine „Absicherung“ in jeder Beziehung, wenn doch der Tod kommt? Was ist in 100 Jahren mit uns?

Weinreb, selbst Wissenschaftler, verneint nicht die aufgeklärte Welt, sondern deren Einseitigkeit. Erst durch das Zusammenbringen der Gegensätze (Mann und Frau) kann die Frucht (Kind) kommen.

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