Märchen-Set

Artikelnummer: 5000

Alle drei Vorträge zum Thema "Märchen" auf einer MP3-CD.

Kategorie: Zusammenstellungen


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Beschreibung

Friedrich Weinreb war ein begnadeter Erzähler. Für ihn war das Erzählen ein sich Öffnen-lassen des Verborgenen. Er mochte es nicht, wenn man sagte: Das ist so und das so - Nein, jeder soll es für sich persönlich verstehen und in sein eigenes Leben übersetzen.

Drei Vorträge sind dem Thema "Märchen" gewidmet. In diesen erzählt er von der Bedeutsamkeit und den immer wiederkehrenden Grundmustern innerhalb dieser Geschichten. Beim Hören wird schnell deutlich, dass Märchen nicht nur für Kinder bedeutsam sind. Innerhalb der Vorträge gibt es zwangsläufig Überschneidungen, jedoch nähert sich der Redner dem Thema jeweils von einer anderen Seite.

Inhalt dieses Angebotes sind die Vorträge:

  1. 81U85 Die Realität der Märchen
  2. 83Wn111 Die Welt der Märchen Mythen Sagen und Legenden
  3. 87B86 Die Welt der Märchen

Zu den Einzelbeschreibungen gelangen Sie, wenn Sie die Titel anklicken.

Audio-Format: MP3 CD
Gesamtlaufzeit. ca. 9h


F.Weinreb über Märchen allgemein (aus: Das Markus-Evangelium)

Das Kind im Menschen, wie erwachsen er auch ist, hat das Bedürfnis, überrascht, genährt zu werden vom Himmel. Schon die Sprache weiß das. Das Wort, heißt es, kommt von Gott und ist keine Konstruktion der Philologen. Ein Wunder ist das Wort, wie es nun einmal da ist, und ein Wunder ist, daß wir als Kind von dort saugen können. Die Säuglingsphase in unserer Entwicklung, maximal ein paar Jahre, geht in der Zeit vorbei - und steht auf in Ewigkeit, könnte man sagen. Das Kind ist gestorben und auferstanden; auferstanden, wenn wir es annehmen, wenn wir keine Kindermörder sind. Merkwürdig ist, daß schon in alten Zeiten gesagt wurde: In den Schulen, dort ist der Moloch, der Kindermörder, man lehrt das Kind viele Dinge, daß es damals so und so war, Fakten, Gesetzmäßigkeiten. Das Kind aber mag gerne Märchen hören, Geschichten, schöne Geschichten.

Der Mensch - Menschsein trägt die Prägung des Kindes - auch, nur wagt er es nicht, weil man ihn getötet hat; das heißt, er tötet fortwährend sich als Kind selbst. Indem ich gescheit bin, mitmache, doch nicht mehr an Märchen glaube. Kein Kind fragt, wann und wo Rotkäppchen gelebt hat. Nur gescheite Wissenschaftler könnten auf auf eine solche Idee kommen und dann Theorien aufstellen: in Griechenland ist seine Heimat, oder in Berlin oder in Halle, und vielleicht hat man vom Wolf auch einen entsprechenden Knochen gefunden, usw. Nein, ein Kind glaubt die Geschichte und freut sich am Happy-End, freut sich, daß es am Ende doch gut ausgeht. Man findet sich im Märchen. Die Prinzessin kommt doch, obwohl sie erst Aschenbrödel oder von der Hexe vergiftet wird, der Prinz, der Königssohn erweckt sie mit dem Kuß, und sie lebt. Sie ist die echte Tochter, die Welt. Der Prinz kommt durch die Dornen, die Schwierigkeiten, wo es sticht und töten kann, hindurch und küßt Dornröschen. Ein Kind will gar nicht wissen, wann und wo Dornröschen gelebt hat, es ist ihm Gegenwart, es ist bei ihm da, es kennt alle diese Geschichten.


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