Über uns

In den 70er Jahren wurden die Vorträge Friedrich Weinrebs erstmals in deutscher Sprache aufgezeichnet und durch den ISIOM-Verlag zugänglich gemacht. 2004 wurde der Verlag aufgelöst und die Tonträger von der 1980 gegründeten Friedrich Weinreb Stiftung übernommen. Der anschließend beauftragte Verantwortliche verstarb bereits drei Jahre später, so dass die Verwaltung und der Vertrieb kurzerhand unbesetzt war.
Das war im Mai 2007. Zu dieser Zeit war ich selbst Kunde des Tonarchivs und wurde über den Hinschied meines Vorgängers vom Stiftungssekretariat informiert. Spontan bewarb ich mich für die Übernahme der Tätigkeit und erhielt wenige Wochen später, nach einer Vorstellung in Zürich, den Zuschlag dafür. Im Verlaufe der nächsten Monate konvertierte ich gemeinsam mit meiner Frau in unserer Freizeit über 5000 CDs in das heute gängige und lizenzfreie MP3-Format. Bis heute sind wir mit Korrekturen und Ergänzungen der Vorträge beschäftigt, soweit dies möglich war und ist. Ich befasse mich seit 1998 intensiv mit den Schriften Friedrich Weinrebs. Später folgten seine Vorträge, die ich persönlich aufgrund der erhaltenen Sprachmelodie intensiver als die Literatur empfinde. Aus dem teilweise direkten Kontakt via E-Mail und Telefon mit den Lesern und Hörern Weinrebs etablierte sich 2009 ergänzend die Aufnahme der Bücher in den Verkauf, so dass heute jeder Interessierte bei uns alles "aus einer Hand" erhält.
Mit der Übernahme des Archivs im Sommer 2007 musste ich mich (im Gegensatz zu meinen Vorgängern) damit einverstanden erklären, keinerlei  finanzielle Unterstützung seitens der Stiftung zu erhalten. Deshalb erfolgte im Dezember 2011 die Umbenennung von "Tonarchiv der Friedrich Weinreb Stiftung" in "schamir - Hören und Lesen", um auch durch den Namen eine Trennung zwischen Lizenzgeber und -nehmer kenntlich zu machen.

D. Miunske

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Zum Namen "Schamir":

Im Zusammenhang mit dem Tempelbau wird die Geschichte vom »schamir«, dem Wurm, erzählt. Die Steine für den Tempel mussten natürlich doch eine bestimmte Form bekommen, und die bekamen sie schließlich auch, denn plötzlich erschien da ein Wurm, »schamir«, der sich durch die Steine fraß und sie in eine solche Form brachte, dass sie genau ineinander passten. Allein zu dem Zweck, die Steine zum Bau tauglich zu machen, erscheint er als ein Wunder. Wenn man mit dem Bau der Welt beschäftigt ist, heißt es, dürfen die Bausteine nicht mit Eisen in Berührung kommen; fange nicht an, Steine zu behauen, baue keine Theorie, als hättest du selbst etwas herausgefunden. Wenn du aber merkst, dass hier ja alles nicht stimmt, wenn du hier nicht mehr herauskommst, dann, heißt es, kommt der »schamir« und macht alles stimmig.
(aus: Das Opfer in der Bibel)