30.09.2011
Es ist die fließende Zeit, welche uns diesen Körper wahrnehmen läßt. Was wir wirklich sind, jenseits der fließenden, der ins Unendliche fließenden Zeit, im Ewigen sind, können wir nicht wissen. Strafe für den Sündenfall, und einmalige Position, Gott gleich; wir können jetzt nur aus Liebe und Glauben handeln.
aus: Gedanken über Tod und Leben
29.09.2011
Gebe es nie auf, das Ganze wissen zu wollen. Suche alles in einem Zusammenhang zu integrieren, statt der Lehrmeinung einer Fakultät, einer Richtung zu folgen.
aus: Die Freuden Hiobs
28.09.2011
Einer der Namen des Messias ist Menachem, und das bedeutet eben Tröster. Tröster, weil er die beiden Welten durch seine Anwesenheit verbindet. Er ist hier und er ist dort. Und das ist für jeden Menschen der Trost. Nicht das Vergessen, sondern das unbewußt Wissen, daß auch das Vergangene da ist, und daß wir auch dort sind. Das ist das schöne Geheimnis vom Worte Chajim (Leben).
aus: Gedanken über Tod und Leben
27.09.2011
Wenn Kajin in seinem Zorn sich wider seinen Bruder erhebt und ihn erschlägt, ergeht auch die Rede Gottes an ihn: er wird vom Erdboden verflucht, welcher "seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders aufzunehmen von deiner Hand". Auch Kajin lebt im Osten von Eden, im Lande Nod, 50-6-4, wie es heisst; Nod ist 60, es ist der Ort der Unerlöstheit, wie es auch von Kajin heisst, dass er lebt "na we-nad", 50-70 6-50-4, unstet und flüchtig, worin aber doch ein Anklang an Rückkehr ausgesprochen ist, denn "na" ist 120 und "we-nad" ist 60, beide Teile aufeinander bezogen weisen das Verhältnis 2 zu 1 auf. Wenn Gott flucht, zielt er nicht auf Strafe und Vernichtung. Seine Rache ist ein Aufrichten dessen, was zerbrochen ist.
aus: SAG 09
26.09.2011
Erst wenn wir eine Ahnung vom liebenden und deshalb gerechten Gott haben, ahnen wir etwas von unserem eigenen ewigen Ich. Mit Gott durchbrechen wir die Grenzen des Verstandes. Die Welt ist in ihrer Schöpfung durch Gott dieser Durchbruch aus dem einsamen Gesetz, aus dem kühlen Gesetz, aus der kalten Vernunft, in die Fülle der unermeßlichen Liebe. Die Finsternis kann das Licht nicht fassen; der Verstand versteht die Liebe nicht.
aus: Wege ins Wort
24.09.2011
Es ist also falsch, die Bibel als ein Geschichtsbuch zu lesen und ihren Inhalt als historisches Geschehen mit politischen, sozialen, philosophischen und philologischen Entwicklungen zu studieren, wobei auch der Glauben und die Art des Glaubens zeit-räumlichen Entwicklungen unterworfen sind. Denn das hieße nur die eine Seite berücksichtigen. Ebenso falsch aber ist es, das Historische im biblischen Geschehen zu leugnen. Dem historischen Geschehen steht nicht ein mythologisches gegenüber, sondern die Wirklichkeit hat zwei Seiten: eine historische und eine mythologische. Und nur beide Seiten in einem bilden die Wirklichkeit. Aber nur Gott kann dieses Paradox aufheben und zur Einheit machen.
aus: Freiheit
23.09.2011
Der Mensch möchte gern eine Technik lernen, mit der er hier im Leben geistige Erfahrung zustandebringen kann. Aber was ist Technik? Ist Technik nicht gerade geist-los? Wenn wir zum Beispiel von Technokratie sprechen, dann meinen wir im allgemeinen eine Vorherrschaft von Leuten, die alles sehr genau berechnen können, aber keinen Geist benötigen, im Gegenteil, der würde da vielleicht sogar sehr stören. Geistige Erfahrung und Lebenswirklichkeit liegen miteinander im Kampf wie Licht und Finsternis, Gut und Böse. Das Böse möchte dem Menschen gern geistlose Technik auferlegen. Es suggeriert, daß du nur dies und jenes tun müßtest, um dann Erfolg zu haben. Wohin aber führt dich der Erfolg? Eigentlich zu etwas Animalischem, wo dein Geistes-, dein Seelenleben einfach ausgeschaltet ist. Je weniger Geist desto leichter geht's dort. Sieht man das nicht auch bei der heutigen Art der Ausbildung an Schulen und Universitäten? Gefragt ist da vor allem gutes Gedächtnis und gute Technik, damit kommt man am besten durch und hat sein Auskommen in der Gesellschaft.
aus: Geistige Erfahrung und Lebenspraxis - Die ursprüngliche Bedeutung des Yoga
22.09.2011
Dies ist der Sinn des Todeskampfes des Mose, ein Kampf mit Gott. Mose bringt Wasser aus dem Felsen hervor, indem er ihn "schlägt", berührt. Materie und Materie. Gott wollte, dass er durch das Wort das Wasser, die Zeit, hervorbringen würde. Auf dem Weg lässt Mose die Zeit kommen, wie sie auf dem Weg immer kommt. Erst Jehoschua bringt die Zeit auf neue Weise. Denn Gott führt mit Jehoschua den Menschen in die neue Welt, in ein neues Leben. Dort kommt das Wasser von oben, vom Himmel; dort kommt die Zeit aus dem Jenseits. Das Bewusste wird klar vom Nicht-Bewussten genährt. Je nach dem Leben des Menschen kommt ihm die Zeit.
aus: SAG 14
21.09.2011
Was ist Leben?
Nicht gezielt wissen, was du tun willst, sondern überlassen, deinem Leben überlassen, was geschieht. Die heutige Welt kennt vor allem den bewußten Menschen, das Bewußtsein. Es ist der Mensch, der etwas bewußt tut oder unterläßt. Oder der Mensch, der sich gehenläßt, der nicht weiß, was ihn lenkt, der keine Gelassenheit hat, sich lenken zu lassen, weil er glaubt, nur er selber könne sich lenken, oder sein Arbeitgeber könne ihn lenken, oder ein Politiker oder ein Unternehmer. Eine Lenkung jenseits der Gesetzmäßigkeit, ein Lenken aus dem Leben heraus, kennt man im allgemeinen nicht. Deshalb hat der Mensch auch seine Gelassenheit verloren, daß er vertrauen könnte: im Leben gehts gut, auch ohne Eingreifen.
aus: Das Ende der Zeit
20.09.2011
Im Hebräischen gibt es kein richtiges Wort für sanftmütig. Eigentlich ist der Sanftmütige der Bescheidene. Und bescheiden ist nicht einer, der sich in seinem Verhalten als Bescheidener darstellt; bescheiden bedeutet vor allem, sich im Wissen bescheiden, bei allem, was man weiß - und das darf gewaltig sein -, spüren, wie gewaltig das Gebiet sich ausdehnt, wo man nicht weiß, sondern Glauben schenken, hoffen, lieben kann.
aus: Vom Geheimnis der mystischen Rose
19.09.2011
Dies ist der wahre offene Höllenrachen,
In den die Millionenzahl der Schwachen
Sich täglich stürzt, sich selbst und Gott preisgebend:
Der Menschen Furcht, sich lächerlich zu machen.
aus: Begegnungen mit Engeln und Menschen
18.09.2011
Begegnungen mit Engeln und Menschen nehmen zu. Das Leben zieht weiter und man wird hellhöriger, man wird erwachsen, sieht weiter. Der Faule und Schläfrige spricht von Zufall, eben weil es ihm zu kompliziert wird für seine einseitigen Lohn- und Schuldgefühle. Und er ist auch bis zur Erschöpfung geschäftig. Aber der wie die Zeder Hochgewachsene ist dem Himmel nah, und er hört das Rauschen der Engelflügel. Es erzählt ihm von den Überraschungen des Liebenden, und er lebt in wacher Freude. Ihm entgeht nichts. Gott führt sein Leben und er spürt Gottes Hand, seinen ausgestreckten Arm. Zufall ist für ihn ein blasphemischer Ausdruck.
aus: Der Krieg der Römerin
17.09.2011
Aggression hängt vielleicht zusammen mit dem Gegenüber, das ohne Absicht zum Angriff herausfordert. Vielleicht möchte das Gegenüber eigentlich in Ruhe gelassen werden und zieht sich deshalb immer weiter zurück; gerade das aber bringt den Aggressiven mehr und mehr in den Vordergrund.
aus: Die Wurzeln der Aggression
16.09.2011
Wenn ein Mensch seine Art ablehnt, lehnt er die Grundlage des Lebens ab. Denn die Liebe ist da, damit die andere Art geliebt werden kann. Die eigene Art »liebt« man schon nach dem Gesetz des Instinktes. Das geschieht schon von der »nefesch« her, die die Art erhalten will, damit alles hier im Körper erscheint, was dort im Leib, im Leben anwesend ist; daß auch in der Zeit alles aus dem Ewigen erscheint.
aus: Leiblichkeit
15.09.2011
Das Verdichten ist sehr schwer, auch für einen Dichter zum Beispiel. Sehr wenige Menschen sind Dichter, weil sie auch die Worte in ihrem Leben nicht verdichten können. In der Phantasie, sagt man, ist jeder ein Shakespeare, aber aufschreiben kann er es nicht. Wir haben viele Gedanken, können es aber nicht in Worte bringen; das heißt, wir glauben nicht daran, wir gönnen es uns nicht.
aus: Kabbala als Lebensgefühl
14.09.2011
Wenn Gott uns das Leben gibt und man wagt es nicht zu leben, das scheint die grosse Gefahr. Aber andererseits weiss man, wie stark die Versuchung des Fliessenden, des Vergänglichen ist, wenn der Hinderer, der Satan sie präsentiert. Was soll man also tun? Meine Antwort wäre: das Leben wagen, das Abenteuer akzeptieren. Die Liebe Gottes, die Beziehungen zur Welt, machen es wert. Haben wir einen anderen Weg? Doch nicht. Gott hat die Welt mit dieser Herausforderung gemacht, dazu hat er sie gemacht.
aus: SAG 15
13.09.2011
Deine Entscheidung ist immer überraschend für Gott. Auch wenn du sozusagen programmiert wärest - du vermagst als Mensch jederzeit das Programm zu durchbrechen. Niemand anderer kann das für dich tun, nur du ganz allein.
aus: GottMutter
12.09.2011
Wenn die beiden Gegensätze getrennt bleiben, geschieht keine Lösung. Es bleibt beim Kampf und der Frage: Wer ist mehr wert? Durch die Vereinigung der Gegensätze (männlich und weiblich) kommt das Neue zustande (das Kind). Wenn ich diese Welt nur als zumutbar bezeichne, kommt keine Frucht. In der Gesinnung: es ist alles unzumutbar, kommt ebenfalls keine Frucht. Nur wenn ich beides akzeptiere kann etwas Neues kommen. Deshalb sollte man den Gegensatz suchen! Es gibt immer das andere. Aus diesem Grund wird die Drei als fruchtbar gedeutet.
aus: Hebräischkurs für Anfänger
11.09.2011
Schon die alte Deutung sagt: Wenn bei dir etwas untergegangen ist, dann schau darauf nicht zurück, gehe weiter. Auch beim Sterben nicht zurückschauen, denn alles, was du gehabt hast, bleibt dir und noch viel mehr dazu, nämlich auch alles, was du hier geträumt hast. Lot, der Körper des Menschen, sehen wir, geht doch weiter, während die weibliche Seite erstarrt, zur Mumie wird, könnte man sagen. Denn das Zurückschauen auf dieses Leben bringt die Erstarrung. Laß untergehen, was untergeht. Schau auf die freudigen Momente zurück, dann siehst du, daß sie ewig sind, denn das in Freude Erlebte kann nicht untergehen.
aus: Gotteserfahrung
10.09.2011
All das lebt in seiner Gesamtheit in uns. Unsere Welt ist davon gezeichnet, unsere Innerlichkeit davon bestimmt. Nichts geht verloren. Das ist das Prinzip der Einheit. Von Anfang an trägt der Mensch dies alles in sich, als Adam Kadmon in der Olam Azilut. Nur der Ablauf der Zeit erweckt den Eindruck, daß etwas entschwunden ist. Der Mensch hat die Wahl zwischen dem Eindruck, den ihm die Zeit vermittelt, und der Mitteilung Gottes, wonach alles bleibt und stets ist.
aus: Leben im Diesseits und Jenseits
09.09.2011
Von der Sintflut wird gesagt, dass sie alle Berge bedeckte. Die Berge bergen etwas, haben mit dem Verborgenen zu tun, mit einem Geheimnis. Das Wasser, das Fließende, das Fließen der Zeit bedeckt gerade das Verborgene. Wie wir oft schon spüren im Leben, dass gerade die Zeit uns so mitschleppt, mitnimmt, mitzieht, zu ertrinken mitzieht, dass wir nichts mehr wissen von Veborgenheiten. Wie es auch heißt, wie ich mal gelesen habe: der Mensch hat das Staunen verlernt.
aus: Heilige Berge in der Bibel
08.09.2011
Das Urlicht, heißt es, wurde von Gott verborgen, weil sich der Mensch in der Zeit eingeengt fühlt, in der Zeit zwischen Geburt und Tod; indem er sich in diese Enge mit all ihren Ängsten begibt, verliert er das Paradies. Zum Baum des Lebens kann er nur kommen, wenn er die Wärme versteht, die Liebe, das heißt, jedes Wort liebt, jeden Buchstaben, jede Pflanze, jedes Tier, jedes Metall — liebt, und es eben nicht nur benutzt.
Diese Liebe drückt sich in der Beziehung aus, die man zu den Dingen und Lebewesen hat.
aus: Der siebenarmige Leuchter
07.09.2011
»Tefilla« aber sagt: Allein durch Erlösung wirst du dies bekommen, dadurch, daß Gott es tut, der so plötzlich zu dir kommt und von dir eigentlich dieselbe Tat erwartet. Er erwartet, daß du sagst: Ich tue es doch, auch wenn überhaupt nichts stimmt und ich nur Schwierigkeiten bekomme. Ich tue es, weil ich nicht anders kann. Das ist eine Art Liebesband, das so stark ist, daß ich nicht anders kann, als so zu handeln. Es wird mir zur zweiten Natur. Das ist es, worüber sich Gott freut, worüber sich jeder Mensch freut, wenn es einmal geschieht.
aus: Vor Babel
06.09.2011
Auf die Frage, wie man am besten die von ihm vermittelten Einsichten verwerten könnte, gab Weinreb immer dieselbe Antwort: "Seid glücklich — das ist der beste Dank, den ihr Gott geben könnt." Er selbst war für dieses sorglose Glück, das aus einer jenseitigen Quelle schöpft, wohl das beste Beispiel.
Eugen Baer
05.09.2011
Man sagt, der sterbende Mensch sähe an der Grenze vom irdischen Leben zum himmlischen zuerst noch diese irdische Welt, er nähme sie noch wahr, obwohl er schon als tot gilt. Dann aber konstatiert er auf einmal sich selber körperlich als vollkommen. Sein Bild ist nicht mehr von der Zeit verzerrt; das Fließen der Zeit hat aufgehört. Er sieht, sieht sich, wie Gott ihn gemacht hat. Frei, schön, gut, vollkommen. Und dann erfährt er ein gütiges, warmes, häusliches Licht. Er erfährt die Liebe des Vaters zum irrenden, aber jetzt heimkehrenden Kinde. Er kommt in die Welt des Ewigen. Was irdisch nicht gut war, wird gerichtet, das Gefallene wieder aufgerichtet.
Richten ist nur irdisch streng. Das kausale Gesetz verlangt, erwartet das. Recht und Ordnung sollen herrschen. Aber himmlisch ist Richten, was das Wort auch schon sagt: richtig machen, reparieren, herrichten. Und Rache ist das Wiederaufrichten des Gefallenen, des Zusammengebrochenen; das Wort >nekama< in der Bibel sagt eben das aus. Und im Ewigen, im Heiligen, in der Stimme Gottes tönt es so.
aus: Die bewahrte Stimme
04.09.2011
Ein Prophet wird oft ein Träumer genannt, einer der Traumgesichte sieht. Man meint damit nicht, wie in der westlichen Leistungsgesellschaft in der Regel zu hören: »Der leistet nichts, der träumt!« Träumer dort heißt: Er ist nicht gebunden an das Sein in der Haut, er kann durchbrechen - die Haut hindert nicht - und erfüllt in der Umhüllung des Lichts die ganze Welt. Nicht im Sinn unserer Maßstäbe von Zeit und Raum, auch nicht im Unendlichen, sondern im Sinn des ganz Anderen, wo unsere Maßstäbe nicht mehr gelten.
aus: Kurztexte
03.09.2011
In den Wolken zeigt sich der Regenbogen. Warum in den Wolken? Gott spricht aus der Wolke. Warum aus der Wolke? Weil die Wolke frei ist in ihrer Erscheinung, weil die Wolke keine Starre kennt. Aus der Starre kann Gottes Stimme nicht sprechen. Denn Gottes Wort enthält die unermessliche Vielfalt. Wie eine Saat zur Knospe wird, und die Knospe sich in Farbenpracht und in Vielfalt entfaltet. Das Leben ist vielfarbig. Gott spricht aus der Wolke, und das Zeichen seines Bundes zeigt sich in und auf den Wolken. So sehen wir es, und so ist es bis in die letzte Erscheinung, bis in die Welt der Starre. Dort aber spielt der Bogen in der Wolke. Er ist da, verschwindet, ist wieder da. Er lässt sich nicht in Starre fangen, er ist lebendig.
Lebende Seele. Sie lässt sich nicht in Starre fangen. Gerade jede lebende Seele, alle lebende Seele ist in den Bund einbezogen. Der Bogen verbindet die Welt des Ewigen mit der Welt des Zeitlichen, verbindet das Heilige mit dem Profanen. Aber: nur in der Wolke zeigt sich dieses Zeichen des Bundes.
aus: SAG 16
02.09.2011
Der Angriff auf Joseph gleicht einem Leugnen des Jetzt; der Mensch befindet sich dabei in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Wir haben den Kopf voller schöner Erinnerungen oder wichtiger Pläne; aber ein kleiner schwerer Gegenstand, der uns auf den Kopf fällt, kann mit einem Schlag alles zunichte machen. So entscheidend ist das Konkrete.
aus: Traumleben, Band IV
01.09.2011
Was sich dabei als Liebe zeigt, wird oft nicht verstanden, oft abgelehnt, oft sich selbst und anderen nicht gegönnt. »Ahawa«, das hebräische Wort für Liebe, kommt von »haw«, das in der Imperativform >nimm!< oder >gib!< bedeutet. Entsprechend kann Liebe nur sein, wenn man spontan, ohne zu überlegen, gleich Ja oder Nein sagt. Das Überlegen verhindert die Liebe; Analysieren macht zwar gescheit, aber so gescheit, daß man zu müde wird, um noch lieben zu können.
aus: Kabbala als Lebensgefühl












