31.10.2011
Sprechen erschafft die Welt. Schöpfung ist das Schöpfen aus der Quelle Ewigkeit, aus dem Brunnen des ewigen Seins. Gottes Sprechen bringt das Licht. Leicht wird es einem, licht, hell, klar, warm, gütig. Eine Stimme habt ihr vernommen. Die Stimme kam in euch hinein. Genommen, vernommen. Kein Bild, kein Abbild, nichts Festes. Nur die Stimme, und immer wieder nur die Stimme, nichts als die Stimme. Wie wichtig muss die Stimme sein, die Stimme ohne Bild, nicht gefangen, nicht begrenzt durch eine Form: Die Stimme aus der Wolke! Wo sind die Grenzen der Wolke? Die Stimme aus dem Feuer. Wer kennt die Grenzen des Feuers? Aus welcher Quelle stammt das Wort? Was sind die Grenzen einer Quelle? Spendet sie nicht einen Überfluss?
aus: Die bewahrte Stimme

29.10.2011
Die Welt ist erschaffen. Sie strahlt in unendlicher Vielfalt. Kann man sie fassen? Da hört der Mensch aus dem Gegenüber der Schöpfung rufen: »Aus dem Nichts ist die große Vielfalt hervorgegangen.« Einsam fühlt sich das Nichts. Es möchte erkannt werden. Deshalb entsteht das Gegenüber der Vielfalt. Das aber verliert sich in Selbstbetrachtung und vergißt das Nichts. Wie kann es auch das Nichts fassen? Da entdeckt es im Nichts die Worte, Geschichten, alle gebaut aus 22 Zeichen, der Grundlage aller Worte, aller Geschichten. Und der Mensch erkennt, daß in den Zeichen, die das Geheimnis des Nichts tragen, auch sein eigenes Geheimnis wohnen müsse. Sind doch auch die Zeichen des Wortes ICH im Wort NICHTS enthalten.
Wie aber in die Welt des Nichts gelangen? Nur das Feinste, das Subtilste, frei von Einflüssen des Zeitstroms, ist imstande, das Nichts zu verstehen. Man kann es nicht studieren. Da sieht er, dass er selbst aus zwei Seiten besteht, die eine in der Vielfalt lebend, die andere in der Welt des Nichts. Um ewig leben zu können, muß er beide Welten verbinden. Und er begibt sich mit seiner Hauptsache in die Welt der Zeichen, während die andere Seite in der Welt der Vielfalt bleibt. Jetzt kennt er die Zeichen aus dem Nichts. Jetzt sieht er, daß sie Bausteine seines Lebens sind, und alle Geschichten aus ihnen geboren werden. Und er erzählt Geschichten von den Zeichen. Alles wird klar, in der- Vielfalt der Schöpfung erkennt er durch die Geschichten sich selbst. Und mehr und mehr sich selbst erkennend, findet er zurück zur Einheit aller Welten.

aus: Zeichen aus dem Nichts

28.10.2011
Wenn in der Offenbarung Johannes der Tempel gebaut ist, bedeutet das, der wahre Leib ist aufgebaut. Es ist kein Gebäude, das ich abreißen kann. Im Haben kann der ganze Körper abgerissen werden. Dann habe ich keinen Körper mehr. Aber wo kommt der wahre Körper her? Aus dem Sein. Im Bilde Gottes bist du ewig. Deshalb sind die Zeitmitteilungen von Gott keine Angaben, die wir hier auf unseren Skalen messen können, sondern es sind Zeitangaben aus der Traumwelt, jenseits. Unser Leben und Wirken ist Haben und Sein, Bewusstes und Nicht- Bewusstes. Dort wo wir gerade gar nicht bewusst funktionieren, funktioniert das Sein.
aus: Welt der Kräuter

27.10.2011
Die Welt Sodoms geht unter. Lot konnte sich nicht vorstellen, daß es außerhalb dieser Welt noch eine andere gab, obwohl Abraham doch ganz in der Nähe war. Diese Welt jedoch blendet mit ihrem Schein, weshalb man nicht begreifen kann, daß es noch etwas außerhalb von ihr gibt.
aus: Schöpfung im Wort

26.10.2011
Der Mensch, der ständig im Bann des Gefühls lebt, er müsse dies und jenes erreichen, der in einem Netz von »Versicherungen« zappelt, erträgt das Leben nicht, weil er nicht mehr richtig träumen kann. Die alten Mitteilungen - und auch neuere Erkenntnisse sagen, dass der Mensch so träumt wie er tagsüber lebt, und so lebt wie erträumt. In unserer Zeit träumt er rational, es treten kaum mehr Engel oder mythologische Wesen auf.
Engel bedeutet im Hebräischen eine Nachricht, eine Botschaft. Engel sind Boten; der Mensch ist also imstande, eine Nachricht aus dem Jenseits zu empfinden. Nicht zu hören oder zu sehen, sondern zu empfinden in dem Sinne, dass erspürt: Mir geschieht etwas. Er erfährt, was er auch fortwährend im Leben erfährt: Sein Leben baut sich, es schenkt sich ihm. Das Jenseits teilt dem Menschen im Unbewussten mit, dass es von selbst geht, dass er viel lassen könnte. Er könnte in der Gelassenheit leben, müsste nicht so oft voller Spannung, voller Pläne, voller Absichten sein.

aus: Neun Themen

25.10.2011
Wir brauchen und gebrauchen die Psychologie auch eigentlich, weil wir viel Freizeit haben. Freizeit heißt für uns nicht, daß wir jetzt Zeit frei haben, um uns mit dem Sinn des Lebens, dem Sinn unseres Daseins zu beschäftigen. Freizeit ist für uns eigentlich eine ganz schreckliche Armuts-Zeit. Wir benutzen die Freizeit gerade dazu, um den Sinn nicht zu erfahren. Wir schlagen die Zeit, wie man sagt, tot. Wir entspannen uns, während die Medien uns mit anderen Dingen beschäftigen. Wir fliehen vor dieser freien Zeit.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde uns der Lebenssinn als ein Sinn des Daseins erklärt, das vom Ewigen getrennt ist. Was aber, wenn dieses Dasein sich entzieht?
Mit dem Ausschließen des Ewigen nimmt man dem Menschen Entscheidendes weg. Er findet dann keinen befriedigenden Sinn seines Lebens. Er glaubt, der Sinn ließe sich in der Beschäftigung mit Philosophie, Naturwissenschaften, Politik, Soziologie oder Psychologie finden, und er weiß dann nicht mehr, daß der Lebenssinn >Ewigkeitssinn< bedeuten könnte, Beziehung zum Ewigen im Leben, zum Heiligen.

aus: Psychologie der Sehnsucht

23.10.2011
Wenn ihr versteht, was Salz ist, wißt ihr, daß ihr nur mit dem Paradox leben könnt, niemals eindeutig. Es könnte sein, daß du bei dir Herrlichkeit spürst, aber die Menschen lachen dich aus, nennen dich einen Idioten. Oder du hältst dich für dumm und schlecht, glaubst, daß du alles falsch machst - bedenke aber, du bist doch königlich, ob du es nun weißt oder nicht. Ihr könnt also nur mit dem Paradox da sein. Ich habe gesagt: Ich gehe weg und komme wieder - paradox -, oder: So jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein ..., immer zeige ich euch das Paradoxe: der Kranke wird durch meine Anwesenheit gesund, ohne daß ich etwas tue.
aus: Das Markus-Evangelium

22.11.2011
Heilig bedeutet sowohl das Ganze, das Heile, als auch das Besondere, das ganz-anders-Artige, das Jenseitige. Der heilige Geist ist also eine Quelle, welche ganz anders geartet ist als die Quelle, welche man zeit-räumlich kennt. Aber auch noch ganz anders geartet als sonstige Inspiration. Es will sagen, daß eine Inspiration gemeint wird, welche selber nicht fraglich ist, welche nicht zweifelhaft ist, welche alles umschließt, welche vollständig, klar, gewiss, ist.
aus: Wie sie den Anfang träumten

21.11.2011
Die Toten, heißt es, schlafen im Staub. Sie sehen an der anderen Seite gerade den Sinn dieses Traumes: Daß er war, damit man die Gegenseite erfahre. Du sollst den Toten begraben, damit er an der anderen Seite erwachen kann. Mit dem »Toten« meint man alles, das war, die Vergangenheit. Was du nicht begräbst - mit dem bist du wie mit einer Leiche zusammen, nie wird die lebendig werden. Mach dir also keine Vorwürfe, habe keine Schuldgefühle, begrabe gleich - lebe gleich.
aus: Traumleben Band 2

20.10.2011
Die Tiere können nur dann vom Menschen geführt werden, wenn er nicht vom Baum der Erkenntnis nimmt. Dann ist er Herr über das Tier, ist auch Herr über seinen Körper, seine Erscheinung. Mit >Körper< meine ich nicht nur den Körper, den der Arzt untersucht, sondern den Körper überhaupt, die Erscheinung hier. Er führt dann den Körper, er ist Herr darüber. So wie erzählt wird: Wie kann der Mensch das Heiligtum, den Tempel, in dem Gott wohnt, betreten? Nur mit dem Tier, das heißt, nur wenn er einen Körper hat, wenn er hier lebt. Er kommt auf diese Erde, damit er zu Gott gelangen kann. Es ist eine große Auszeichnung, eine große Gunst, ein enormes Glück für den Menschen, daß er geschaffen worden ist. Denn so, indem er hier auf die Erde kommt, kann er zu Gott kommen, nur so.
aus: Vor Babel

19.10.2011 (23. Todestag Friedrich Weinrebs)
Du reichst den Wein jedem, und dann kommt der Moment, wo sich diese dramatische Frage stellt: Muß ich den ganzen Kelch trinken? Es will sagen, jeder Mensch im Sinne dieser Geschichte möchte im Leben gern etwas verdrängen, möchte das Leben nicht GANZ akzeptieren, wie es kommt. Wir wissen aber, daß das Verdrängte sich auf merkwürdige Art wieder meldet. Also den Kelch tatsächlich ganz trinken, allen Zwölfen zu trinken geben, der ganzen Tischgesellschaft. Es ist nicht leicht, den Kelch bis zur Neige zu trinken, und es ist deshalb ein Brauch, einen Rest im Kelch zurückzulassen. Wie es auch ein Brauch ist, etwas von jeder Mahlzeit übrigzulassen. Es heißt nämlich, der Moment, wo der Kelch ganz ausgetrunken wird, ist der letzte Moment im Leben. Das aber, was du jedesmal von der Mahlzeit zurückgelassen hast, bekommst du dort, im Jenseits, zum Genießen.
Mit anderen Worten: Was du als Geheimnis bei jeder Sache bestehen hast lassen, ist dort, in der nächsten Windung dein Lohn, wo sich dir dieses Geheimnis in großer Freude zeigt.

aus: Vom Geheimnis der mystischen Rose (verschriftlichter Vortrag)

18.10.2011
Man nimmt gerne an, die Schöpfung sei eine Reihenfolge von Geschehnissen, ein jedes aus einem vorigen hervorkommend. Dabei vergisst man geflissentlich, dass jede Schöpfung aus einem Wort Gottes hervorkommt; und das jedes Wort aus der Quelle der Liebe Gottes hervorkommt. Jedes Wort ist neu, ist einmalig, jedes Wort enthält unzählbare Welten. Die Siebenheit der Schöpfung ist keine kausal aufeinanderfolgende Entwicklung. Das Licht des ersten Tages ist für sich da und es ist an jedem weiteren Tag dabei. Der Mensch des sechsten Tages ist ebenfalls an allen Tagen dabei. Er ist schon am Anfang genauso da wie am Ende. Und alle anderen Schöpfungen sind immer auch da. Dass sie aber in der Thora nacheinander genannt werden, ist eben deshalb so, weil auch immer die beiden Bäume da sind. Immer kann der Mensch in Freiheit wählen zwischen Ewigkeit, dem Baum des Lebens, und Zeitlichkeit, dem Baum des Wissens von Gut und Böse. Und er wählt eben gerne den Weg vom Baum des Wissens, weil ihm das passt, weil er dann "versteht", anstatt dass er "liebt". Er versteht dann aber nicht, dass Liebe, dass Vertrauen ihm mehr, als Verstehen allein, geben kann, dass Liebe ihm jedenfalls auch alles Verstehen schenken wird.
aus: SAG 25

17.10.2011
Pflanzen haben noch eine Art Gelassenheit, bleiben, wo sie wurzeln, können, wenn ihr Leben bedroht ist, nicht davonlaufen. In der Kabbala heißt es, daß die Pflanzen so großes Vertrauen haben, daß sie Gott um ihr Bleibendürfen am Ort förmlich bitten. Deshalb auch sind die Pflanzen grün, denn wenn die Farbe der Zukunft, des Westens, Blau ist, und die Farbe der Vergangenheit, des Ostens, Gelb oder Gold, dann ergibt die Mischung das Grüne, die Farbe der Gegenwart. Das heißt, ich bleibe, wo ich bin, Gott hat mich dort hingestellt, so bin ich.
Das ist das Großartige der Pflanze, weshalb sie, wie man sagt, ins Heiligtum kommt, wo das Tier keinen Zutritt hat, nur sein Blut in einigen Fällen. Das Räucherwerk auf dem goldenen Altar läßt den Weihrauch von den Pflanzen aufsteigen. Und Gott atmet ihn ein und freut sich.

aus: Kabbala als Lebensgefühl

08.10.2011
Duft ist also viel mehr als nur das Riechen von Blumen auf der Wiese. Darum heißt es auch: Wenn du einen Kranken besuchst, bringe ihm angenehme Düfte mit, Blumen zum Beispiel, auch in der Bedeutung, dass deine Anwesenheit ihm den Geruch dieser Erde mitbringt, um ihn zu beleben. Klage also niemals an einem Krankenbett, sondern bringe Blumen mit. Gib dem Kranken den Duft des Lebens zum Einatmen, so wie Gott Adam das Leben gibt. Bringe ihm etwas von Ruhe mit, von Vertrauen, lasse durch deine Worte das Andere mitkommen,—eben diesen Duft.
aus: Der Weg durch den Tempel

07.10.2011
Seinen Eintritt in die Welt erlebt der Mensch im Bilde eines Abstiegs, einer Austreibung, eines Herrlichkeitsverlusts. Eigentlich ist es ein Opfer, das der Mensch bringt, das Opfer seiner Vollständigkeit. Er ist gleichsam von seinem künftigen Abirren, seiner Verfehlung eingeholt. Die Sünde ist von allem Anfang an in ihn eingedrungen: „chet“, 8-9-1, und dieses 18 entspricht der 18 seines Seins: "chai", 8-10, Leben hier, Leben in der Bewusstwerdung. Als der in seiner Haut Identifizierte findet sich der Mensch von allen Seiten eingeengt wie in einer unentrinnbaren Gefangenschaft. Wenn der Mensch in die Welt kommt, findet er sich in einer merkwürdigen Geteiltheit. Es ist quasi ein Urteil über ihn ergangen. Wahrhaft niederschmetternd tönt dieses Urteil in seinem Wortlaut. Wo der Mensch mit dem Schicksal zu hadern beginnt, wo der Groll sich bei ihm festsetzt, ist es kein Wunder, dass die Entfremdung bis zum Aeussersten geht, bis zu den absurdesten Theorien. Die Religion selbst, die mehr als 1 1/2 Jahrtausende lang den Zerknirschten versichert hat, dass sie der gerechte Zorn Gottes treffe, hat am meisten dazu beigetragen, dass man sich von Gott lossagte.
aus: SAG 09

06.10.2011
Es ist offensichtlich ein Mißverständnis, wenn im sogenannten »Sündenfall« eine Urschuld des Menschen gesehen wird, die dazu führt, daß der Mensch nun auch weiterhin Böses tun müsse. Das ganze Geschehen geht doch vom Schöpfer aus; dem Menschen ist es eingeschaffen, daß er so tue. Nähme die Frau nicht von der Frucht — die Geschichte wäre gleich zu Ende. Der Sinn aber ist, daß es weiter und weiter geht.
aus: Die Wurzeln der Aggression

05.10.2011
Immer ist es doch die Frage: Wo schließen wir uns an? Wer hat mehr Recht? Unser Bedürfnis auch, zu beweisen, daß wir Recht haben. Es tut uns irgendwie gut, anerkannt zu werden. Dabei mag ich es gar nicht. Ich mag gern jedem Recht geben, weil ich spüre, man ist einsam, unerkannt. Du bist doch, möchte ich jedem sagen, ein Mensch im Bild und Gleichnis Gottes. Habe doch keine Angst, und wenn du weniger weißt — es kommt doch nicht aufs Wissen an, es kommt auf Glauben an, Lieben.
aus: Gern möchte ich vom Messias erzählen

04.10.2011
Ich glaube, spontanes Sprechen ist nur möglich, wenn eine Quelle im Sprechenden fortwährend fließt. Welche Quelle? Es ist nicht eindeutig. Es gibt gute und böse Geister, gute und böse Quellen. Ich weiß, was gut ist: Es ist die Sehnsucht zum Nichterkannten, zum deshalb Einsamen. Und ich weiß, was böse ist: Es ist die Sehnsucht nach dem Erstarrten, weil man damit Macht ausüben kann. Macht ist hart, kann grausam sein. Sehnsucht nach dem Nichterkannten muss sanft sein. Man ist zusammen auf dem Weg nach diesem Unbekannten. Wie man sich auch auf dem Weg befindet zum eigenen tiefsten Geheimnis, und man weiß, dass dies etwas Ewiges sein muss, und Ewiges kann nur gut, sanft, liebend sein. So ist die Quelle des Guten das, was Liebe ist, was Glaube ist. Und die Quelle des Bösen schenkt Härte, mathematische Exaktheit um seiner selbst willen, nicht um ewige Liebe zu zeigen. Denn diese ist exakt und wiederum nicht; diese ist frei, launisch, voller Überraschungen, voller Leben. Denn Ewigkeit ist eben doch unendliche Variationsmöglichkeit. Sie bietet Raum auch den ganz anderen.
aus: Die bewahrte Stimme

03.10.2011
In den alten Geschichten wird die Frage gestellt, wie es denn komme, daß man sich über den Tod eines Menschen nach einer gewissen Zeit trösten könne? Da antwortet man: Der Gestorbene geht hinüber in die andere Welt, in die Welt des Ewigen. Dort aber bist du ja auch, nur ist es dir hier nicht bewußt. Dort bist du immer. Wie könnte das Ewige je beginnen? Sterben heißt, das ganze Leben erkennen.
aus: Selbstvertrauen und Depression

02.10.2011
Der wirkliche Weg zu Gott kann nur aus Liebe, »umsonst«, gegangen werden, ohne daß man an eventuellen Lohn denkt. Man muß einen solchen Weg gehen wollen, ohne daß man eine Belohnung bekommt, allein aus Hingabe, weil man es nun einmal aus Anhänglichkeit für Gott tut, aus einer Liebe heraus, der gegenüber alle anderen Motive nichtig sind.
aus: Schöpfung im Wort

01.10.2011
Lasst es uns leicht sein, dass wir aufsteigen können. Lasst uns Gott nähertreten und mit ihm aus der Wolke und in der Wolke sprechen. Wir? Eben! Lasst es doch sein. Legt den Zwang ab, legt die Rechthaberei ab. Gönnt den Andern die Freude, freut euch um das Glück der andern. Liebet die Andern, als ob ihr es seid. Dann bemerkt ihr schon wie das Leben von Wende zu Wende geht. Die Flügel zeigen den Winkel, es sind die Zeichen der Engel. Machet die Wende, dann ist der Engel immer bei euch und mit euch.

aus: SAG 18