Die langen Schatten des Krieges

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Beschreibung

Weinrebs persönliche Kriegs-Geschichte, die im unheimlichen Zwielicht von Kollaboration und Widerstand in den besetzten Niederlanden spielt. Dem ersten Band "Im Land der Blinden" wurde 1971 der Prosapreis der Stadt Amsterdam zugesprochen.
Eine einzigartige Zeit-Geschichte, die den Nazialbtraum deutet. Lektüre als Grenzfall, ein "gefährliches Buch" nennt es der Autor, so geschrieben, daß der Leser aus seiner bequemen Zuschauerhaltung förmlich herausgerissen wird und sich unausweichlich mit seiner eigenen Lebensweise konfrontiert sieht.
Weinrebs Memoiren bildeten die Grundlage für das dokumentarische Fernsehspiel "Eigentlich hatte ich Angst", das am 9. Februar 1973 zur Hauptsendezeit vom ZDF ausgestrahlt wurde.

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Oppulent Kai K., 15.01.2011

Ausufernd und detailiert - manchmal bis zum Stillstand. Unfaßbar und menschlich. Jenseits einer Schwarzweiß-Einteilung in Gut und Böse schildert Weinreb hier ca. 700 Tage der Geschichte um General von Schuhmann. Ein Blick in die Seele der Menschen, in Blick in die seelenlose Maschinerie des Bösen, kämpft Weinreb verzweifelt und ungeplant um das Überleben im Gesamten. Eine Autobiografie, die den Niederlanden noch heute unangenehm ist. Manchmal bremst sich Weinreb selbst zu sehr in der detailierten Beschreibung von Ereignissen und Menschen; und doch ist es auch das nur ein Versuch, den Vergessenen eine Erinnerung zu geben.
Die langen Schatten des Krieges erreichen eben jeden Winkel des Menschen.

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