Der siebenarmige Leuchter (Restexpl.)

Artikelnummer: 1019-3

Friedrich Weinreb. "Der siebenarmige Leuchter."
1. Auflage (Bis auf den Einband identisch mit der aktuellen Auflage)
48 Seiten. Broschiert. Format 13 x 21 cm.
ISBN 978-3-905783-37-7

Kategorie: B-Ware


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Beschreibung

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Friedrich Weinreb. "Der siebenarmige Leuchter."
1. Auflage
48 Seiten. Broschiert. Format 13 x 21 cm.
ISBN 978-3-905783-37-7

Warum ist die Sieben eine "heilige" Zahl? Und was ist das für ein Licht, das Erleuchtung schenkt? Geheimnisse der Bibel, die der Autor aus dem alten jüdischen Wissen für unsere Zeit neu deutet. Der Leuchter lebt als ausdrucksmächtiges Bild in der Verborgenheit des Menschen. In der Helle des Lichtes, das er spendet, kommt uns Einsicht.

Textauszug:

Der siebenarmige Leuchter - das ist, hoffe ich, nun schon etwas deutlich geworden - zeigt ein Grundmuster des Lebens, der Welt überhaupt. Der mittlere Stamm, dem sich die drei Arme jeder Seite zuwenden, bildet im Begriff der Dreieinhalb ebenfalls ein Grundmuster. Zu wem gehört diese Mitte? Zur rechten oder zur linken Seite? Das Halbe eben weist auf eine merkwürdige Doppelheit hin.

Den Begriff der Dreieinhalb finden wir bei Daniel 7,25 wieder; aber auch in den zweiundvierzig Monaten ist er enthalten, denn zweiundvierzig Monate sind genau dreieinhalb Jahre. Und die Zweiundvierzig begegnet uns auch im Zusammenhang mit den zweiundvierzig Ruheplätzen auf dem Zug Israels durch die Wüste, oder in den zweiundvierzig Geschlechterfolgen, die im ersten Kapitel des Matthäusevangeliums als Stammbaum Jesu aufgeführt werden.

Im Begriff der Dreieinhalb stellt sich die Frage nach dem Mittleren, dem Zentralen. Es ist dies ein Merkmal jener Zahlen, die man als Primzahlen bezeichnet. Schon immer hat man versucht, in der Reihenfolge der Primzahlen eine Struktur aufzuweisen. Wie beim Siebten die Drei und die Drei an jeder Seite stehen, so beim Dritten das Eine und das Andere, beim Fünften die Zwei und die Zwei oder beim Dreizehnten die Sechs und die Sechs. Zwölf Jünger beim Abendmahl, sechs und sechs, in der Mitte aber, das Zentrum, der Dreizehnte.

Das Mittlere hat etwas Wesentliches zu sagen. Wie die Drei links und die Drei rechts da ist, so gibt es in der Mathematik +3 und -3. Zwischen +3 und -3 aber, in der Mitte, liegt etwas Imaginäres, das die +3 und die -3 ebenso trennt wie verbindet. Man könnte auch von der Drei, die erscheint, und von der Drei, die verborgen ist, sprechen. Das Siebte ist Mittler - da und nicht da in einem.

Das Zentrale, das Mittlere läßt sich nicht eindeutig fassen. Der Kern, der Atomkern zum Beispiel läßt in der heutigen Physik die Frage auf kommen: Woraus besteht eigentlich dieser Kern? Ist es Materie? Oder Energie, Schwingung? Beides, muß die Antwort lauten, denn es gibt in diesem Bereich nicht das Entweder-Oder, sondern nur die Einheit von beidem.

Wie beim Leben nicht das Entweder - Tod oder - Leben gilt, sondern Leben und Tod zusammen sind Leben. Beim Tod entschwindet das Leben zwar hier, bleibt aber anderswo. Wir leben daher in der Mitte. Der Bau des menschlichen Körpers weist ebenfalls auf eine Mitte hin. Rechte Körperseite, linke Körperseite, rechte Hand, linke Hand, usw.; auch das Herz ist zweigeteilt, die Nieren, man könnte spüren: Alles richtet sich auf das Mittlere hin, das etwas ganz Anderes ist.

Es entspricht dem Dreizehnten am Tisch, inmitten der sechs und sechs Jünger. Er teilt das Geschick aus, schickt uns das Schicksal.

So können wir nun den siebenarmigen Leuchter auf einer ganz neuen Ebene zu sehen versuchen. Der Leuchter hier, im Haus hier, im Leib hier, und der Leuchter dort; und die Mitte ist Gott. Im gleichen Haus, im Tempel, ist, wie die Bibel erzählt, hinter dem Vorhang die Lade des Bundes. Bund ist Verbindung; Verbindung zwischen der Welt des Erscheinenden und der Welt des Verborgenen. Auf dem Deckel dieser Lade die zwei Cherubim ? Engel mit »Kindergesichtern«, wie es gedeutet wird. Und in der Mitte zwischen den beiden Cherubim, im Zwischen, wohnt Gott. Im Zwischen von Zweien. Sonst wären da nur zwei, und es gäbe vielleicht Anlaß zum zwei-feln, ja verzweifeln.

Dem Leuchter hier, wird gesagt, entspricht ein Leuchter dort. Aber eigentlich geht es um den Leuchter in der Mitte, der das Hier mit dem Dort verbindet. Der Mensch als Mitte verbindet das Körperliche, Sterbliche mit dem Göttlichen, Ewigen. Kinder Gottes sind wir, wie es heißt, und Menschenkinder. Beide Seiten sind in uns, und die Mitte ist unbestimmt. Man kann sie nur erleben, kann nur durch das Licht die Mitte kennenlernen.


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